h1

Summit 2010 und Basecamp Festival

31. Januar 2010

Summit 2010 (engl. für Gipfel) ist der Name für das Bergsteigertreffen des Deutschen Alpenvereins, dass dieses Jahr vom 22.-24. Januar in Berchtesgaden stattfand.
Das von Ines Papert und Summits Outdoor Adventures organisierte Basecamp Festival (engl. für Basislager) fand vom 27.-30. Januar in Bad Reichenhall statt.
Ich hatte die Möglichkeit beide Veranstaltungen zu besuchen und es war ein absoluter Erfolg. Die Liste der Referenten für die Vorträge liest sich wie das “who-is-who” der Outdoor-Szene: Hans Kammerlander, Ines Papert, Benedikt Böhm, Dr. Wolfgang Schaffert, Dr. Karl “Charly” Gabl und viele andere.
Neben neuen Erkenntnissen zum Thema Ausrüstung, Training, Höhenanpassung und Fotografie, gab es auch spannende und herrliche Eindrücke von fernen Reisezielen. Die spannenden und fesselnden Vorträge von Hans Kammerlander, Ines Papert und Benedikt Böhm während des Basecamp Festivals rundeten die letzten zwei Wochenenden ab.
Ich hoffe, dass beide Veranstaltungen nächstes Jahr wieder stattfinden. Gerade das Basecamp Festival, dass noch wesentlich mehr auf das Zusammenkommen der “Jungen” und “Alten” setzt und Newcomer eine Plattform bietet sich zu präsentieren sollte nächstes Jahr unbedingt wieder stattfinden. Dafür, dass es das erste Mal ausgerichtet wurde, war es eine absolut gelungene Veranstaltung.

h1

Hans Kammerlander — Bergsüchtig: Klettern und Abfahren in der Todeszone

10. Januar 2010

Bergsüchtig…was ist das? Wie wird man bergsüchtig?
Hans Kammerlander beschreibt in diesem Buch was in einem vorgeht wenn man zu einer Tour aufbricht. Er beschreibt was in einem vorgeht, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. 13 der 14 Achttausender hat Hans Kammerlander bestiegen. Mit Skiern ist er vom Mount Everest abgefahren.
Die Berichte seiner Touren und Expeditionen sind spannend und packend geschrieben. Der Leser spürt, dass Kammerlander weiß wovon er schreibt.
Es werden aber nicht nur die Erfolge in diesem Buch beschrieben. Während seiner Touren und Expeditionen erlebte Kammerlander auch immer wieder Rückschläge und tragische Zwischenfälle. Er zeigt auf, welche Gefahren am Berg lauern und in welche Gefahren man sich leichtsinnig selbst begibt, oder durch dass Verhalten von Anderen gebracht wird.

h1

Neues Jahr – Bekannte Gipfel

6. Januar 2010

Ziel der heutigen kleinen Wintertour ist ein alter bekannter in den Chiemgauer Alpen: Der Zwiesel.
Los geht es im kalten, aber nicht wirklich stark verschneiten, Bad Reichenhall. Der Himmel ist leicht bedeck, aber dafür weht kaum Wind. Der Weg auf den Zwiesel ist bei dieser Witterung und der momentanen Schneelage problemlos ohne Tourenski oder Schneeschuhe zu gehen.
Bis zur Zwieselalm auf 1400m ist der Weg durch viele Wanderer sehr gut gespurt. Aufgrund dessen, dass der Weg fast ausschließlich durch den Wald verläuft, ist der Schnee nicht wirklich ein Problem. Ab der Zwiesealm liegt deutlich mehr Schnee und das Gehen wird etwas anstrengender; aber auch hier ist ein gut gespurter Weg ohne Probleme zu erkennen. Nach knapp 45 Minuten erreiche ich den 1782m hohen Gipfel.
Über dem Tal hängen teilweise dicke Wolken oder leichter Nebel. Nach einer kurzen Pause geht es an den Abstieg, der wesentlich leichter fällt als der Aufstieg.
Nach nur 1 1/2 Stunden bin ich wieder am Ausgangspunkt meiner Tour angekommen.
Ein gelungener Start ins neue Gipfeljahr.



h1

Claus G. Keidel — Bergwetter: Das Handbuch für Wanderer und Bergsteiger. Wettersituationen und Gefahren richtig einschätzen

29. November 2009

In diesem Buch aus dem Verlag Bruckmann dreht sich alles rund um das Thema Wetter. Auf 192 Seiten erfährt man viel über die wichtige Thematik im Bereich des Bergsteigens und Bergwanderns. Als Neueinsteiger auf diesem Gebiet tut man sich mit diesem Buch etwas schwer. Es ist sehr umfassend und tiefgreifend geschrieben. Ein gewisses Vorwissen zum besseren Verständnis der teils schweren Thematik ist hier sehr hilfreich. Hat man den Faden erst einmal gefunden und sich eingelesen, erfährt man in diesem Werk alles Wichtige über das Bergwetter und die Wetterentwicklung.

h1

Jörg Kachelmann und Siegfried Schöpfer — Wie wird das Wetter?: Eine leicht verständliche Einführung für jedermann

24. Oktober 2009

Wie wird denn nun das Wetter? Bleibt es schön und trocken, oder deuten die aufziehenden Wolken auf Regen hin. Wann wird das Wetter schlechter? In den nächsten Minuten, oder doch erst in den kommenden Tagen?
Mit diesem Buch bekommt man eine leichte verständliche Einführung in die große und komplexe Thematik, Wetter. Schon nach den ersten Kapiteln merkt man schnell, dass es gar nicht so schwer das Wetter vorher zu sagen, bzw. die Wolken am Himmel richtig zu deuten. Auch mit den ein oder anderen “Weisheiten” räumt dieses Buch auf und erklärt den wahren Hintergrund.
Ein sehr lohnenswertes und licht verständliches Buch das man im Alltag und bei Wanderungen immer gebrauchen kann.

h1

Hohes Brett und Hoher Göll – Berchtesgadener Alpen

27. September 2009

Bei herrlichem Wetter startet diese anspruchsvolle Tour um 7:00 Uhr am Parkplatz Hinterbrand. Der große Wanderparkplatz liegt unterhalb der Jennerbahn-Mittelstation. Das Parkticket für 24 Stunden kostet 2 Euro.
Der Weg führt zunächst Richtung Mittelstation. Vor der Mittelstation zweigt links ein steilerer Pfad ab, der geradewegs über die Krautkaser-Alm, immer Richtung Jenner-Gipfel führt.
IMG_2539
Unterhalb der Mitterkaser-Alm trifft der Weg wieder auf den Normalweg. Oberhalb der Mitterkaser-Alm verlasse ich den Weg zum Jenner und folge nun dem Weg Richtung Carl von Stahl-Haus.
Hinter dem Haus beginnt der Aufstieg zum Hohen Brett. Sollte man sich unter den ersten Bergsteigern des Tages befinden, so stehen die Chancen gut, Gämsen zu Gesicht zu bekommen. Der Weg führt steinig und teils steil, auf losem Geröll, zunächst zum Jägerkreuz, unterhalb des Gipfels. Die schwierigen Stellen dieser Route sind mit Drahtseilen versichert. Am Jägerkreuz angekommen sieht man zum ersten Mal das komplette Plateau, welches dem Hohen Brett seinen wohlverdienten Namen gibt.
IMG_2556
IMG_2613
Nach einer kurzen Pause beginnt nun mit dem Weg zum Hohen Göll, der anspruchsvollere Teil der Tour. Anfänglich geht es noch gemächlich über das Hohe Brett, doch schnell befinde ich auf dem Grat der sich über mehrere Erhebungen Richtung Hoher Göll zieht. Zwar sind die Schlüsselstellen mit Drahtseilen versichert, doch gibt es einige Stellen die das nicht sind. Gerade wenn man sich auf dem Grat befindet und keine Seile vorhanden sind, sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ein absolutes Muss. Nach einigem Auf und Ab mit leichten Kletterpassagen befinde ich mich schließlich vor dem letzten Anstieg. Die letzten 180 Höhenmeter führen in mehreren Kehren ein Geröllfeld hinauf. Nachdem der letzte kleine Gipfel passiert ist, ist der Gipfel des Göll nun endlich in greifbarer Nähe. Die letzten Meter führen zunächst flach und später steil hinauf auf den Gipfel. Obwohl schon einige Bergsteiger heute unterwegs sind, habe ich keine Probleme auf dem Gipfel einen Platz zu finden um mich kurz auszuruhen. Der Blick schweift zurück zum hohen Brett. 1 1/2 Stunden habe ich vom Brett bis zum Göll gebraucht. Weder auf der Karte noch in natura sieht das so viel aus, aber durch das ständige Auf und Ab und die Kletterpassagen, zieht sich der Weg in die Länge.
IMG_2621
IMG_2628
Der Abstieg folgt der Route des Aufstiegs. Wieder komme ich an den Kletterstellen vorbei, die ich nun in umgekehrter Reihenfolge durchsteige. Noch eine kurze Pause auf dem Hohen Brett und dann geht es runter zum Carl von Stahl-Haus. Nach einer kurzen “Suppenpause” geht es wieder an den Abstieg. Diesmal nehme ich nicht die kürzere Variante vom Morgen, sondern folge ab der Mitterkaser-Alm dem Normalweg, der im Gegensatz zur kurzen Variante einen Bogen macht bevor er zur Mittelstation führt. Gegen 16:00 Uhr komme ich wieder am Parkplatz Hinterbrand an. Bei traumhaftem Wetter geht eine herrliche und anspruchsvolle Tour zu Ende. Diese Tour bin ich bestimmt nicht das letzte Mal gegangen.

h1

Hochstaufen 2. Teil

25. September 2009

Auch wenn das Wetter heute nicht optimal war, so war es doch zumindest trocken und nicht zu kalt. Von Bad Reichenhall war der Hochstaufen am Morgen immer mal wieder zu sehen. Die meiste Zeit lag der Gipfel aber in Wolken und Nebel. Gegen 12:00 Uhr packe ich meine Sachen und machte mich auf den Weg zur Padinger Alm. Dort stellte ich mein Auto auf dem Wanderparkplatz ab und begann mit dem Aufstieg. Da ich heute wesentlich mehr Zeit hatte und das Wetter zu halten schien, nahm ich die zweite Wegvariante auf den Hochstaufen; über den Steinernen Jäger führt ein wesentlich anspruchsvollerer Weg auf den Gipfel.
Den ersten Teil der Strecke legt man in dichtem Wald zurück. Der Weg ist teils steil und gerade bei nassem Boden muss man aufpassen, dass man auf den vielen Wurzeln nicht ausrutscht. Dass dieser Weg nicht so oft begangen wird macht sich schnell bemerkbar. Während des gesamten Aufstiegs sind mir lediglich zwei Leute entgegen gekommen. Nach einiger Zeit wird der Weg immer steiniger und steiler.
IMG_2530
Mit verlassen des Waldes beginnt der eigentliche Steig. Hier gibt es keine Seilversicherungen und keine Geländer. Wer nicht schwindelfrei ist und keinen sicheren Tritt hat sollte hier besser wieder umdrehen. Zwar gibt es keine schwierigen Kletterstellen, aber die Hände muss man doch einige Male zur Hilfe nehmen. Leider verdeckt der Nebel die tiefen Blicke ins Tal. Wenn die Sicht allerdings mal etwas aufklart, so kann man sehr gut den weiteren Verlauf des gut markierten Weges erkennen. Dieser schlängelt sich immer entlang der Wand, hinauf Richtung Reichenhaller Haus.
IMG_2534
Nach knapp zwei Stunden kam ich am Reichenhaller Haus an. Der Nebel hatte sich immer noch nicht verzogen und die Sichtweite lag bei 50 Meter. Den Weg zum greifbar nahen Gipfel sparte ich mir aus diesem Grund und legte lieber eine kleine Pause mit Brotzeit an der Hütte ein. Mit 12 Grad war es hier oben auf 1750m deutlich kühler als im Tal.
Nach der Rast ging es wieder an den Abstieg. Aufgrund dessen, dass dieser Weg heute kaum begangen wurde, konnte ich beim Abstieg noch ein paar Gämsen beobachten. Diese hatte ich auch schon beim Aufstieg gesehen, jedoch war der Nebel zu dicht um gute Fotos zu machen.
IMG_2538

h1

Hochstaufen – Chiemgauer Alpen

15. September 2009

Nach dem verregneten Wochenende ist das Wetter heute optimal. Wer weiß wie lange es so bleibt und bevor es zu spät ist, geht es mal wieder hoch hinaus.
Mit 1771m ist der Hochstaufen nur ein paar Meter kleiner als sein direkter Nachbar, der Zwiesel, aber aufgrund seiner Lage ist er ein echter Blickfang. 10 verschiedene Wege, in allen Schwierigkeitsgraden, führen auf den Bad Reichenhaller Hausberg. Da ich heute nicht viel Zeit habe, entscheide ich mich für eine einfache Variante.
Los geht es in Bad Reichenhall. Von hier führt der Weg über den Ortsteil Nonn hinauf zur Padinger Alm. Hier beginnt der eigentliche Wanderweg hinauf auf den Oberstaufen und zu dem sehr exponiert gelegenen Reichenhaller Haus. Kurz nach der Padinger Alm hat man die Wahl entweder die einfache Variante über die Bartlmahd zu wählen, oder man entscheidet sich für die anspruchsvollere Version über den Steinernen Jäger. Hier ist allerdings Trittsicherheit und eine gewisse Erfahrung Voraussetzung (zumindest wenn man dem Schild an der Weggabelung Glauben schenken darf). Zudem dauert der Anstieg über den Steinernen Jäger länger. Wie schon erwähnt, habe ich mich aus Zeitgründen und weil ich nur leichte Schuhe dabei hatte, für den Aufstieg über die Bartlmahd entschieden. Der Weg führt am Anfang durch den schattigen Wald und mit erreichen der Baumgrenze wird der Untergrund zunehmend steiniger. Sobald man aus dem Wald heraus kommt werden die ersten Blicke auf Bad Reichenhall und die umliegenden Berge frei. Das Panorama ist dem vom Aufstieg auf den Zwiesel sehr ähnlich; schließlich liegen die Berge ja nicht weit auseinander. Steinig führt der Weg immer weiter nach oben zum, noch nicht sichtbaren, Gipfel und dem darunter liegenden Reichenhaller Haus. Nach 2:02 Stunden erreiche ich, leicht außer Atem, den Gipfel. Im Normalfall benötigt man 3 – 3 1/2 Stunden für den Aufstieg wenn man sich Zeit lässt, aber die hatte ich ja nicht.
IMG_2502
IMG_2511
Auf dem Weg Rückweg gönne ich mir noch eine kurze Pause am Reichenhaller Haus, bevor es im flotten Tempo wieder nach unten geht.
IMG_2515
IMG_2518
Mal schauen wann ich mich an einen der anderen Aufstiegswege mache. aber dann mit mehr Zeit.

h1

Jon Krakauer — In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest

13. September 2009

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite schildert der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer seine Erlebnisse von der Besteigung des Everest im Jahr 1996. Als Mitglied der “tödlichsten Expedition” des Everest schildert er die Vorfälle von der Ankunft im Basislager bis zur Rückkehr nach der verlustreichen Besteigung.
Das Buch macht deutlich, wie schnell und unvorhergesehen sich das Wetter ändern kann. Es zeigt, wie unerfahren manche Bergsteiger sich auf den Gipfel des höchsten Berges der Welt wagen und sich teilweise von ihren Bergführern hochschleppen lassen. Es zeigt, dass viele Bergsteiger ihre Moral im Basislager zurück lassen, es aber auch zum Glück solche gibt, die ihre eigenen Ziele hinten anstellen um den Kameraden zu helfen. Dieses Buch zeigt, wie groß der Überlebenswillen eines einzelnen sein kann, wenn er sich in einer hoffnungslosen Situation befindet.
In der Welt der Berge gelten andere Gesetze.

h1

Hochschlegel – Lattengebirge

10. September 2009

Heute ging es auf den 1688m hohen Hochschlegel. Blickt man von Bad Reichenhall aus auf den Predigtstuhl mit der Predigtstuhlbahn, so befindet sich der Hochschlegel, nicht einsehbar, genau hintendran.
Der Aufstieg beginnt am Wanderparkplatz in Bayerisch Gmain. Der Weg führt anfangs durch den schattigen, kühlen Wald und wird mit zunehmender Höhe immer steiler. Über den Alpgartensteig windet sich der Weg, leicht ausgesetzt, aber gut mit Leitern und Drahtseilen versichert, nach oben.
IMG_2477
Zwischen den Wänden steigen wir bis knapp unterhalb dem Gasthaus an der Schlegelmulde immer schön im Schatten auf. Leider ist die Sicht nicht gerade optimal und Salzburg ist im dichten Morgendunst nur sehr schwach zu erkennen. Nach einer kleinen Rast und gut gestärkt geht es anschließend die letzten Höhenmeter Richtung Gipfel.
IMG_2481
IMG_2487
Langsam ziehen Wolken auf und die Sicht auf den Hochstaufen und den Zwiesel ist leider nicht optimal. Auch lässt sich aufgrund des Untersberges nicht so weit ins Berchtesgadener Land hinein sehen wie vom Gipfel des Zwiesels. Nach den obligatorischen Fotos auf dem Gipfel geht es wieder bergab ins Tal. Vorbei an der Schlegelalm geht es über einen Steig, der nicht auf jeder Karte eingezeichnet ist, hinunter. Während die Predigstuhlbahn fleißig links von uns immer schön hoch und runter fährt, schlängelt sich der schmale Weg, mal steil, mal schön eben und flach, nach unten. Mit erreichen des Waldes lässt sich auch der Weg wieder etwas angenehmer laufen und bald darauf ist Bad Reichenhall in greifbarer Nähe.
Leider hat das Wetter heute nicht zu 100 Prozent mitgespielt, aber auch bei bester Sicht bietet der Hochsclegel bei weitem nicht so einen schönen Ausblick auf die umliegenden Berge wie zum Beispiel der Zwiesel. Dafür ist der Weg etwas anspruchsvoller und steiler.

  • Themen

  • Meta

  • Meine Fotos

    IMG_2668

    IMG_2670

    IMG_2673

    IMG_2674

    IMG_2677

    IMG_2678

    IMG_2680

    IMG_2681

    IMG_2684

    Hohes Brett (Gipfel)

    More Photos